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Perfektion durch Leidenschaft

Wenn sich Hobby-Radler nach einer Tour bei einem Bierchen unterhalten, steigern sie sich schnell mal in ein „Wir sollten…“-Gespräch hinein. Wie in „Wir sollten unsere Räder selbst zusammenbauen“, oder „Wir sollten die Mädchen da drüben mal ansprechen.“

Ziemlich oft endet das Ganze dann in einem einzigen „hätte, würde, könnte“.

Aber die vier Fahrradverrückten, Louis Shih, Scott Kaylin, T.S. Tang und Morry Edelstein die hinter der großen und doch weitgehend unbekannten Firma im Bereich individueller Funktionskleidung stecken, ließen ihren Worten Taten folgen. Und auch fünf Jahre nach ihrem eigenen Brainstorming halten die Inhaber von Champion System an ihrer Vorstellung von „Perfektion durch Leidenschaft“ fest. Hinzu kommt eine gehörige Portion Enthusiasmus für alles, was mit Radsport und Radbekleidung zu tun hat.

Mittlerweile fahren Profis wie Kirsipu im firmeneigenen Team und geben Ihre Erfahrungen in die Weiterentwicklung der Produkte weiter. Doch bis es so weit war, dass Profis den Champion System-Dress trugen, verfolgte die Firma zunächst einmal einen unkomplizierten Ansatz mit individuellen Trikots nicht nur für Topathleten und -teams, sondern für Vereinsfahrer und Otto Normalradler. 

„Perfektion durch Leidenschaft“, erklärt Shih, einer der Firmengründer und ergänzt: „Wir selbst sind ja schließlich auch radsportverrückt“.

WAS FÜR EIN PLAN?!

Champion System ist seit 2005 mit Riesenschritten gewachsen. Die vier Gründungsmitglieder waren frei von vorgefassten Vorstellungen, davon wie die Funktionskleidungsindustrie zu funktionieren habe – und haben gerade deswegen Erfolg. Ob zu große Mindestbestellmengen oder zu hohe Kosten: Sie waren der Meinung, dass es in der Branche gar nicht gut lief.

„Ich bekam nicht die richtigen Trikots. Habe ich sie machen lassen, waren sie wirklich schlecht“, erinnert sich Shih und hat schnell erkannt, dass niemand sie so herstellen konnte oder wollte wie wir sie haben wollten“. Nach Kaylins Ansicht kann es ein „Geht nicht“ im Bereich individuell gefertigter Kleidung nicht geben. Doch in der Vergangenheit war es oftmals so, dass an das, was gemacht werden konnte, keine allzu hohen Erwartungen geknüpft wurden. Es gebe zwar eine Menge Firmen, die „schöne Produkte“ herstellen, aber Champion System hebe sich von der Konkurrenz durch Qualität, Kundenservice und Preisgestaltung ab.

Wie viele andere Firmen auch bezieht Champion System sein Leder aus Italien und den Stoff aus den topmodernen Webereien von Eschler und Miti. Alles andere aber – das Drucken, Nähen, Versteppen, Sticken – wird in der firmeneigenen Fabrik in China erledigt, in unmittelbarer Nähe zu Shihs Büro in Hongkong.

„Vom ersten Tag an haben wir gesagt, dass alle unsere Produkte für jedermann zu haben sind“, erzählt Kaylin. „Zum ersten Mal kann man Eliteathleten fragen, was sie tragen, und anschließend dasselbe kaufen – maßgeschneidert für das eigene Team“

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